Eglise française

Die «Eglise Française en Argovie» stellt im Auftrag der Landeskirche die Verkündigung
und Seelsorge in französischer Sprache sicher.
Die EFA ist 1942 gegründet worden. Die Tradition, in französischer Sprache Gottesdienste abzuhalten, ist bis ins Jahr 1685 zurückzuverfolgen. Die EFA versteht sich als Ergänzung des bestehenden landeskirchlichen Angebots und nicht als Konkurrenz zu den traditionellen Kirchgemeinden im Kanton. Darum ist es ihr Bemühen, ihre Mitglieder, die auch der Landeskirche angehören, in dieser zu integrieren.

Die EFA nimmt ihren Auftrag wahr und stellt im Auftrag der Ref. Landeskirche Aargau die Verkündigung und die Seelsorge allen Französischsprechenden wohnhaft im Kanton Aargau in ihrer Muttersprache sicher. Sie trägt zur Verbundenheit mit den reformierten Schwester-kirchen der französischsprachigen Schweiz und der französischsprachigen Migrationskirchen bei.

Die vielen ehrenamtlichen Arbeitsleistungen zeugen vom klaren Willen, die EFA als Teil der Landeskirche auch in Zukunft zu erhalten.
Die EFA umfasst 4 „Kirchgemeinden“: Aarau, Baden-Rheinfelden, Lenzburg und Zofingen, wo ihr kostenloses Gastrecht zukommt. Seit 2018 ist die EFA nur noch kantonal strukturiert mit einem ‘Conseil d’Eglise’ und VertreterInnen der Gemeinden und mit einer ‘Kirchenver-sammlung’. Die lokalen Gemeinden bestehen, die Kirchenpflegen wurden jedoch abgeschaft. Die EFA funktioniert ähnlich wie eine Kirchgemeinde:
Sie halten total ca. 70 Gottesdienste im Jahr, machen Besuche und Seelsorge, organisieren Erwachsenenbildungs- und kulturelle Anlässe, Mittagstische, sowie Begleitung und Unterstützung für Französischsprechenden Migranten. Nach Anfrage bieten sie Sonntags-schule und Konfirmandenunterricht. Die EFA gibt 5 Mal im Jahr eine Zeitung namens «Paroisse Info» heraus und führt eine Website : www.eglise-argovie.ch . Für die Französisch-sprechenden ist es wichtig, ihr Glaube sowie Gottesdienste, Liturgie und weitere Anlässe in ihrer Muttersprache leben zu können.

Die finanzielle Situation der EFA ist sehr instabil. Sie wird, nebst den eigenen Beiträgen ihrer Mitglieder, im Wesentlichen über Beiträge von Kirchgemeinden, sowie über einen Zentralkassenbeitrag finanziert. Diese Art der Finanzierung rechtfertigt sich dahingehend, als dass die Mitglieder der EFA ihre Kirchensteuern der Ortskirchgemeinde entrichten. In den vergangenen Jahren haben einige Kirchgemeinden die Beiträge an die EFA gekürzt, sodass in der heutigen Situation die Finanzierung mittelfristig nicht mehr sichergestellt erscheint.

Eric Vuithier, Diacre