Danken und Beten

Gedanken zum Dank-, Buss- und Bettag
Monika Kern,
danken und beten<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-bremgarten-mutschellen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>54</div><div class='bid' style='display:none;'>406</div><div class='usr' style='display:none;'>2</div>


Am 16. September feiern wir den eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag. Was können Sie damit anfangen? Ist er für Sie ein alter Zopf? Es gibt ihn schon seit 230 Jahren. Was sagt uns die Bibel dazu? Zum Beispiel hat der Apostel Paulus oft seinen Mitchristen den Lebensreisekoffer gepackt. In seinen Briefen an die jungen Gemeinden hat er festgehalten, was er für wichtig hielt. Er wollte ihnen etwas mitgeben auf ihren Weg. Im ersten Brief an die Thessalonicher schrieb er: „Freut euch allezeit, betet ohne Unterlass, in allem sagt Dank; das ist der Wille Gottes, in Christus Jesus, für euch.“

Sehen wir uns diese Verse genauer an. Vielleicht sind es auch für uns lebensförderliche und lebenserhaltende Worte für unseren Lebenskoffer! Beten steht nicht dafür, Gott die eigenen Wünsche darzulegen, sondern mit jedem Atemzug zu spüren: Gott ist da und hat alles begründet.

Die Sorgen und der Kummer kommen von alleine. Die Freude und die Dankbarkeit für alles, was uns gelingt, was das Leben bereichert und das, was schön ist, müssen wir bewusst pflegen. Wer gelernt hat, neben dem Belastenden auch das Gute und Lebensförderliche zu sehen, der geht anders durch das Leben. Die Schöpferin des Bildes, welches oben abgebildet ist, hat in ihrer Jugend sehr viel Schweres erlebt. Sie wurde missbraucht. Erst Jahrzehnte später konnte sie Heilung und Versöhnung erfahren. Heute hat sie ihre Wunde in eine Perle verwandelt. Dorothée Widmer arbeitet in der Prävention sexueller Ausbeutung und steht zusammen mit ihrem Mann Peter Strassenarbeiterinnen bei, die aussteigen wollen. Der vor 10 Jahren gegründete Verein „Heartwings“ unterstützt diese Tätigkeit. Die Künstlerin malt Bilder; dasjenige, welches ich gekauft habe, trägt den Titel „neverending grace“ oder „ewige Gnade“. Alle Menschen müssen mit kleineren oder grösseren Belastungen fertig werden. Nicht alle wiegen gleich schwer. Es ist eine Lebenskunst, sich an kleinen, unscheinbaren Dingen zu freuen. Sei es ein lachendes Kindergesicht, eine Blume, die am Wegrand blüht, ein vorbeifliegender Schmetterling oder ein anderer Mensch, der einem freundlich begegnet. Man kann dies bewusst einüben. Dazu wünsche ich Ihnen gutes Gelingen.

Ihre Monika Kern, Sozialdiakonin